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eInvoice Viewer — Inbound Check – Handbuch

Gilt für Fassung 1.6.0, für das Plugin und für den Zusatz der Viewer-App. Stand 22.10.2026.

1 · Überblick

Der Inbound Check ist ein Zusatz zum WordPress-Plugin „eInvoice Viewer for PEPPOL & EN16931". Er fügt der Ergebnisansicht des Viewers den Knopf Eingangsprüfung hinzu. Der Viewer beantwortet die Frage, ob sich eine Rechnung lesen lässt. Der Inbound Check beantwortet eine andere Frage: Passt diese Rechnung zu Ihnen? Er vergleicht die Rechnung mit Ihren eigenen Unternehmensdaten und mit einer Lieferantenliste, die Sie auf Ihrer eigenen Website pflegen.

Der Zusatz ist für alle gedacht, die eingehende Rechnungen vor der Zahlung ansehen, etwa die Kreditorenbuchhaltung oder die Geschäftsführung eines kleinen Unternehmens.

Was der Inbound Check kann:

  • Er vergleicht Name, USt-IdNr. und Anschrift des Käufers auf der Rechnung mit Ihrem Unternehmen.
  • Er prüft, ob die umsatzsteuerlichen Pflichtangaben vorhanden sind, nach EU-Recht und je nach Einstellung zusätzlich nach deutschem oder österreichischem Umsatzsteuergesetz.
  • Er sucht den Verkäufer in Ihrer Lieferantenliste und prüft, ob die Bankverbindung der Rechnung dort schon bekannt ist.
  • Er meldet, wenn die Rechnung einen anderen Zahlungsempfänger nennt als den Verkäufer.
  • Er vergleicht Bestellbezug und Vertragsbezug mit den Mustern, die Sie hinterlegt haben.
  • Er vergleicht Währung, Fälligkeitsdatum und Land des Verkäufers mit dem, was Sie über den Lieferanten hinterlegt haben.
  • Er lässt einen Administrator eine neue Bankverbindung mit einem Klick in die Lieferantenliste übernehmen.
  • Er liest und schreibt die Lieferantenliste als CSV-Datei.

Was der Inbound Check nicht kann:

  • Er liest die Rechnung nicht selbst. Er arbeitet mit den Rechnungsdaten, die der Viewer schon gelesen hat.
  • Er ruft keinen fremden Dienst auf. Er prüft also nicht, ob eine USt-IdNr. oder eine IBAN tatsächlich existiert, sondern nur, ob sie zu Ihren gespeicherten Daten passt.
  • Er speichert keine Rechnung und führt kein Protokoll der Prüfungen.
  • Er vergleicht nicht die Bankverbindung eines abweichenden Zahlungsempfängers. Bei einem eigenen Zahlungsempfänger wird nur der Name verglichen.
  • Die Prüfung der Pflichtangaben ist eine formale Prüfung und keine steuerliche Beratung.

Voraussetzungen:

VoraussetzungAngabe
WordPresserforderlich
PHP8.2 oder neuer
eInvoice Viewer for PEPPOL & EN16931muss installiert und aktiv sein
Fremde Dienste, Java, eigener Validatornicht nötig
Sprachen der OberflächeDeutsch und Englisch
In der Viewer-Appstatt WordPress und Plugin: die Viewer-App ab Fassung 2.36.0 und der Zusatz „Inbound Check“ für die App
Bildschirmfoto fehltscreenshots/ib-befunde.de.pngErgebnisansicht des Viewers mit einer geöffneten Beispielrechnung; darunter die Liste der Befunde der Eingangsprüfung mit Überschrift, Erklärung und farblicher Kennzeichnung
Ergebnisansicht des Viewers mit einer geöffneten Beispielrechnung; darunter die Liste der Befunde der Eingangsprüfung mit Überschrift, Erklärung und farblicher Kennzeichnung

2 · Installieren

Der Inbound Check ist ein Kaufprodukt. Sie erhalten ihn als ZIP-Datei über den Shop auf invoicePress.de. Auf wordpress.org gibt es ihn nicht.

Weg A: ZIP-Datei hochladen

Weg B: Ordner ablegen

Achtung: Nach der Installation kann jeder Besucher der Seite mit dem Viewer den Knopf „Eingangsprüfung" benutzen. Die Befunde nennen Ihren Firmennamen, Ihre Muster für Bezüge sowie Namen und übliche Bedingungen Ihrer Lieferanten. Haken Sie Nur für angemeldete Benutzer an, wenn Besucher ohne Anmeldung den Knopf nicht sehen sollen.

Weg C: In der Viewer-App

Für die Viewer-App gibt es den Inbound Check als eigene ZIP-Datei im Shop. Er arbeitet dort ganz im Browser, ohne WordPress und ohne Server.

Der Zusatz braucht die Viewer-App ab Fassung 2.36.0.

Aktualisieren

Sie beziehen die neue Fassung als ZIP-Datei über den Shop und spielen sie über die alte. WordPress meldet eine neue Fassung nicht von sich aus, weil das Plugin keine eigene Update-Abfrage mitbringt. Ihre Einstellungen, Ihre Unternehmensdaten und Ihre Lieferantenliste liegen in der Datenbank und nicht im Plugin-Ordner. Wer von einer Fassung vor 1.2.0 kommt, behält das bisherige Verhalten: Die Prüfung bleibt für Besucher offen, bis Sie Nur für angemeldete Benutzer anhaken.

In der Viewer-App entpacken Sie die neue ZIP-Datei an dieselbe Stelle und lassen die vorhandenen Dateien ersetzen.

Entfernen

Sie deaktivieren das Plugin unter Plugins und löschen es dort. Der Knopf „Eingangsprüfung" verschwindet damit aus dem Viewer. Das Plugin räumt beim Löschen nichts auf. Die beiden Einstellungen, Ihre Unternehmensdaten und die Lieferantenliste bleiben in der WordPress-Datenbank zurück. Bei der Lieferantenliste ist das gewollt, denn sie gehört nicht dem Inbound Check allein: Das Plugin „eInvoice Inbound" liest dieselbe Liste (siehe Kapitel 7). Wer alle Spuren entfernen will, löscht vorher jeden Lieferanten in der Tabelle und leert die Felder der Unternehmensdaten.

Tipp: Exportieren Sie die Lieferantenliste als CSV-Datei, bevor Sie das Plugin entfernen. So haben Sie eine Kopie außerhalb der Website.

In der Viewer-App löschen Sie die Datei einvoice-viewer-inbound-check.js und den Ordner addons/inbound-check/. Ihre Angaben bleiben im Browser gespeichert, bis Sie sie im Einstellungsdialog leeren.

3 · Erste Schritte

Bildschirmfoto fehltscreenshots/ib-einstellungen-unternehmen.de.pngEinstellungsseite „E-Rechnungs-Eingangsprüfung" mit dem Abschnitt „Ihr Unternehmen ( Rolle „Eingang" )" und den ausgefüllten Feldern eines Beispielunternehmens
Einstellungsseite „E-Rechnungs-Eingangsprüfung" mit dem Abschnitt „Ihr Unternehmen ( Rolle „Eingang" )" und den ausgefüllten Feldern eines Beispielunternehmens
Bildschirmfoto fehltscreenshots/ib-knopf.de.pngWerkzeugleiste der Ergebnisansicht des Viewers mit dem hervorgehobenen Knopf „Eingangsprüfung"
Werkzeugleiste der Ergebnisansicht des Viewers mit dem hervorgehobenen Knopf „Eingangsprüfung"

4 · Arbeiten mit Inbound Check

Die Eingangsprüfung starten

Sie öffnen eine Rechnung im Viewer und klicken auf Eingangsprüfung. Die Prüfung läuft im Browser. Ihre Website liefert dazu nur Ihre Unternehmensdaten und sagt, zu welchem Lieferanten die Rechnung gehört und ob dessen Bankverbindung bekannt ist; die Rechnung selbst geht nicht an den Server.

Die Befunde erscheinen als Liste im Reiter „Inbound Check“, der sich nach der Prüfung öffnet ( ab Fassung 2.38.0 des Viewers; mit einem älteren Viewer steht die Liste neben der Rechnung ). Ein zweiter Klick auf den Knopf öffnet den Reiter wieder. Mit button_spiv_inbound="no" im Kurzbefehl des Viewers erscheint der Knopf auf dieser Seite nicht. Rote Befunde und Warnungen stehen zusätzlich direkt am betroffenen Feld der Rechnung, und über der Rechnung steht, wie viele Felder markiert sind.

Die Befunde lesen

Jeder Befund trägt eine Erklärung in ganzen Sätzen. Es gibt vier Stufen:

StufeBedeutung
Roter BefundVor der Zahlung unbedingt klären.
WarnungAuffällig, aber kein Beweis für einen Fehler.
HinweisEs gab nichts zu vergleichen, oder eine Angabe fehlt auf der Rechnung.
In OrdnungDie Angabe passt zu Ihren Daten.

Die Befunde stehen immer in derselben Reihenfolge: Käufer, Pflichtangaben, Bankverbindung, Zahlungsempfänger, Bezüge, Lieferantenprofil.

Käufer: Ist die Rechnung an Sie gerichtet?

Verglichen werden der Name des Käufers (BT-44) und seine USt-IdNr. (BT-48) mit Ihren Unternehmensdaten. Unterschiede in Groß- und Kleinschreibung und bei Leerzeichen werden übergangen. Weicht der Name oder die USt-IdNr. ab, erhalten Sie einen roten Befund, der beide Angaben nebeneinander nennt. Die Anschrift wird in diesem Fall nicht mehr geprüft.

Stimmen Name und USt-IdNr., wird die Anschrift verglichen: Adresszeile 1 (BT-50), Adresszeile 2 (BT-51), Postleitzahl (BT-53), Ort (BT-52), Region oder Bundesland (BT-54) und Land (BT-55). Die Hausnummer gehört dabei zur Adresszeile 1, denn eine Rechnung schreibt Straße und Hausnummer in dasselbe Feld. Eine abweichende Anschrift ist eine Warnung, weil eine falsche Anschrift Ihren Vorsteuerabzug gefährden kann.

Haben Sie eine Leitweg-ID hinterlegt, wird sie mit der Käuferreferenz der Rechnung (BT-10) verglichen. Fehlt die Käuferreferenz oder weicht sie ab, erhalten Sie eine Warnung, denn die Rechnung ist dann vielleicht für eine andere Stelle bestimmt. Ohne hinterlegte Leitweg-ID wird BT-10 nicht geprüft.

Achtung: Verglichen wird nur, was auf beiden Seiten vorhanden ist. Solange Sie weder Namen noch USt-IdNr. Ihres Unternehmens eingetragen haben, erhalten Sie nur einen Hinweis, dass Ihre Daten fehlen.

Umsatzsteuerliche Pflichtangaben

Die Prüfung sieht nach, ob die Angaben, die das Umsatzsteuerrecht verlangt, in der Rechnung vorhanden sind. Welche Vorschriften gelten, legen Sie im Abschnitt „Umsatzsteuerliche Pflichtangaben" der Einstellungsseite fest; ab Werk richtet sich die Prüfung nach dem Land des Rechnungsempfängers auf der Rechnung. Es ist eine formale Prüfung und keine steuerliche Beratung.

Jede fehlende Angabe erscheint als eigener Befund, dessen Überschrift die fehlende Angabe nennt. Ist nichts zu beanstanden, erscheint ein einziger Befund „Umsatzsteuerliche Pflichtangaben" mit dem Satz, dass die Rechnung nach den Pflichtangaben vollständig ist.

Regeln nach der Mehrwertsteuerrichtlinie (Art. 226). Sie gelten bei jeder Einstellung außer „Pflichtangaben nicht prüfen". Manche Regeln greifen nur in bestimmten Fällen, etwa der Vermerk zur Steuerbefreiung nur bei einer steuerfreien Position.

BefundStufeGeprüfte Felder
AusstellungsdatumRoter BefundBT-2
Fortlaufende RechnungsnummerRoter BefundBT-1
USt-IdNr. des LieferersRoter BefundBT-31, BT-63
USt-IdNr. des ErwerbersRoter BefundBT-48
Name des LieferersRoter BefundBT-27
Ort und Land des LieferersRoter BefundBT-37, BT-40
Straße und Postleitzahl des LieferersWarnungBT-35, BT-38
Name des ErwerbersRoter BefundBT-44
Ort und Land des ErwerbersRoter BefundBT-52, BT-55
Straße und Postleitzahl des ErwerbersWarnungBT-50, BT-53
Art der Lieferung oder LeistungRoter BefundBT-153
Menge und EinheitRoter BefundBT-129, BT-130
Datum der Lieferung oder LeistungWarnungBT-72, BT-73, BT-74, BT-134, BT-135
Vermerk „Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten"WarnungBT-22
Bemessungsgrundlage je SteuersatzRoter BefundBT-116
Einzelpreis ohne SteuerRoter BefundBT-146
Angewandter SteuersatzRoter BefundBT-119
SteuerbetragRoter BefundBT-117
Vermerk „Gutschrift"WarnungBT-22
Hinweis auf die SteuerbefreiungRoter BefundBT-120, BT-121
Vermerk „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers"Roter BefundBT-120, BT-121
Angaben zum neuen FahrzeugWarnungBT-154
Vermerk zur DifferenzbesteuerungWarnungBT-22
USt-IdNr. des SteuervertretersRoter BefundBT-63

Zusätzlich nach deutschem Recht (§ 14 UStG). Drei der vier Regeln treten an die Stelle einer EU-Regel.

BefundStufeersetzt
Steuernummer oder USt-IdNr. des AusstellersRoter BefundUSt-IdNr. des Lieferers
USt-IdNr. des LeistungsempfängersRoter BefundUSt-IdNr. des Erwerbers
Vermerk „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers"Roter Befunddie gleichnamige EU-Regel
Hinweis auf die AufbewahrungspflichtWarnung—

Bei einem Gesamtbetrag bis 250 Euro gilt die Erleichterung für Kleinbetragsrechnungen nach § 33 UStDV. Dann werden nur noch Name und Anschrift des Ausstellers, das Ausstellungsdatum, Menge und Art der Leistung, der Steuersatz und gegebenenfalls der Hinweis auf eine Steuerbefreiung verlangt. Die Erleichterung erscheint als eigener Befund „Kleinbetragsrechnung bis 250 Euro". Sie gilt nicht, wenn die Rechnung eine innergemeinschaftliche Lieferung oder die Umkehr der Steuerschuld enthält.

Zusätzlich nach österreichischem Recht (§ 11 UStG 1994).

BefundStufeersetzt
UID des Leistungsempfängers ab 10 000 EuroRoter Befund—
Bezeichnung als „Gutschrift"WarnungVermerk „Gutschrift"

Bei einem Gesamtbetrag bis 400 Euro gilt die österreichische Erleichterung für Kleinbetragsrechnungen nach § 11 Abs. 6 UStG 1994, die ebenfalls als eigener Befund erscheint.

Wann gar nicht geprüft wird. Steht die Einstellung auf „Automatisch" und nennt die Rechnung kein Land des Rechnungsempfängers, oder liegt dieses Land außerhalb der EU, erhalten Sie einen Hinweis, dass die Pflichtangaben nicht geprüft wurden.

Bankverbindung: Geht das Geld auf ein bekanntes Konto?

Der Verkäufer wird in Ihrer Lieferantenliste gesucht, zuerst über seine USt-IdNr. (BT-31) und die Kennung VAT, danach über seinen Namen (BT-27). Dann wird die IBAN der Rechnung (BT-84) mit den hinterlegten Konten verglichen.

LageBefund
Die Rechnung trägt keine IBAN.Hinweis: Das Konto kann nicht geprüft werden.
Der Verkäufer steht nicht auf der Liste.Hinweis: erste Rechnung dieses Verkäufers, mit dem Knopf „Dieses Konto übernehmen".
Der Lieferant ist bekannt, die IBAN auch.In Ordnung.
Der Lieferant ist bekannt, die IBAN nicht.Roter Befund, mit dem Knopf „Dieses Konto übernehmen".

Ein bekannter Lieferant, der plötzlich ein anderes Konto nennt, ist ein klassisches Muster des Rechnungsbetrugs. Klären Sie das neue Konto direkt mit dem Lieferanten, auf einem anderen Weg als über diese Rechnung.

Bildschirmfoto fehltscreenshots/ib-konto-unbekannt.de.pngRoter Befund „unbekannte Bankverbindung bei einem bekannten Lieferanten" mit Erklärungstext und dem Knopf „Dieses Konto übernehmen"
Roter Befund „unbekannte Bankverbindung bei einem bekannten Lieferanten" mit Erklärungstext und dem Knopf „Dieses Konto übernehmen"

Eine Bankverbindung übernehmen

Bei einer ersten Rechnung und bei einer unbekannten Bankverbindung trägt der Befund den Knopf Dieses Konto übernehmen. Bei einem bekannten Lieferanten wird das Konto zu seinen Konten hinzugefügt. Bei einem neuen Verkäufer wird ein Lieferant mit seinem Namen und diesem Konto angelegt; als Datum wird der heutige Tag eingetragen. Benutzen können den Knopf nur Administratoren. Die Prüfung selbst ändert die Lieferantenliste nie.

Zahlungsempfänger

Nennt die Rechnung keinen eigenen Zahlungsempfänger (BT-59), ist der Verkäufer der Empfänger, und der Befund ist in Ordnung. Nennt sie einen Zahlungsempfänger, dessen Name vom Verkäufer abweicht, erhalten Sie einen roten Befund mit beiden Namen. Ein Dritter als Empfänger kann berechtigt sein, zum Beispiel ein Factoring-Unternehmen, ist aber auch ein häufiges Betrugsmuster.

Bezüge: Bestellnummer und Vertragsnummer

Der Bestellbezug (BT-13) und der Vertragsbezug (BT-12) werden mit Ihren Mustern verglichen. Die Prüfung nimmt den festen Anfang des Musters, also alles vor der ersten Ziffer oder dem ersten #, und sucht ihn im Bezug der Rechnung. Aus dem Muster PO-2026-##### wird also PO- gesucht, ohne Rücksicht auf Groß- und Kleinschreibung. Fehlt dieser Anfang, erhalten Sie eine Warnung, nie einen roten Befund. Haben Sie kein Muster hinterlegt oder trägt die Rechnung den Bezug nicht, erhalten Sie einen Hinweis.

Lieferantenprofil

Diese Prüfung läuft nur bei einem Lieferanten, der über seine USt-IdNr. gefunden wurde. Sie vergleicht drei Dinge:

  • Währung: die Währung der Rechnung (BT-5) mit der üblichen Währung des Lieferanten.
  • Fälligkeit: das Fälligkeitsdatum (BT-9) mit dem Rechnungsdatum (BT-2) zuzüglich des üblichen Zahlungsziels. Weicht es um mehr als drei Tage ab, erhalten Sie eine Warnung.
  • Land: das Land des Verkäufers (BT-40) mit den Ländern der hinterlegten Konten, erkannt an den ersten beiden Buchstaben der IBAN.

Ist der Lieferant nicht über seine USt-IdNr. bekannt, steht ein Hinweis, dass es noch kein Lieferantenprofil gibt.

Die Lieferantenliste pflegen

Auf der Seite mit dem Viewer. Als Administrator sehen Sie über der Ablagefläche die Knöpfe Lieferantenliste und Einstellungen, sobald der Viewer 2.37.1 oder neuer aktiv ist. Einstellungen öffnet den Abschnitt Eingangsprüfung mit Ihrem Unternehmen und den Pflichtangaben; Lieferantenliste öffnet denselben Dialog gleich mit dem Fenster der Liste, die im Abschnitt selbst nicht mehr steht. Im Fenster legen Sie Lieferanten an, bearbeiten sie, löschen sie und lesen eine CSV-Datei ein. Gespeichert wird erst mit Speichern im Dialog. Es sind dieselben Daten wie auf der Einstellungsseite im wp-admin; was Sie an einer Stelle speichern, steht an der anderen. Hat jemand die Daten gespeichert, während Ihr Dialog offen war, sagt der Dialog das, statt seine Änderung zu überschreiben. Andere Besucher sehen keinen der beiden Knöpfe.

Aus einem Buchhaltungsprogramm. Statt einer eigenen Datei können Sie auch den Export Ihres Buchhaltungsprogramms einlesen. Erkannt werden der DATEV-Export der Debitoren- und Kreditorenstammdaten ( eine Datei, deren erste Zeile mit EXTF beginnt und „Debitoren/Kreditoren“ nennt ) und Listen mit den üblichen Spaltennamen, etwa „Firma“ oder „Organisation“, „USt-IdNr.“, „Steuernummer“, „IBAN“ und „BIC“, wie Lexware und sevdesk sie ausgeben. Die Datei darf mit Semikolon, Komma oder Tabulator getrennt sein und die Endung .csv oder .txt haben. Aus einer DATEV-Datei werden nur die Kreditoren übernommen, also die Personenkonten, die mit 7, 8 oder 9 beginnen; Kundenkonten werden ausgelassen und in der Meldung gezählt. Ein Eintrag ohne USt-IdNr. und ohne Steuernummer kann keiner Rechnung zugeordnet werden und wird übersprungen. Ein Lieferant, der schon in der Liste steht, wird an seiner USt-IdNr. oder Steuernummer erkannt; seine bekannten Konten bleiben, und neue kommen dazu.

Im wp-admin. Unter eInvoice Viewer → Inbound Check steht im Abschnitt Lieferantenliste eine Tabelle aller Lieferanten mit den Spalten Name, Kennungen, Konten, Währung, Zahlungsbedingungen und Aktionen. Die Spalte „Konten" zeigt nur die Zahl der hinterlegten Bankverbindungen. Je Zeile können Sie den Lieferanten mit Bearbeiten öffnen oder mit Löschen entfernen; das Löschen müssen Sie bei der Frage „Diesen Lieferanten entfernen?" bestätigen. Unter der Tabelle steht das Formular „Einen Lieferanten hinzufügen" mit dem Knopf Lieferant hinzufügen; beim Bearbeiten heißt es „Lieferant bearbeiten" und der Knopf Lieferant speichern.

Beim Speichern vereinheitlicht das Plugin einige Angaben. Die IBAN wird in Großbuchstaben und ohne Leerzeichen gespeichert, und auch die IBAN der Rechnung wird vor dem Vergleich so umgeschrieben; eine IBAN mit Leerzeichen wird also trotzdem erkannt. BIC, Währung und das Schema einer Kennung werden in Großbuchstaben gespeichert. Der Wert einer Kennung bleibt dagegen genau so, wie Sie ihn eingeben: VAT:de123456789 findet eine Rechnung mit DE123456789 nicht.

Bildschirmfoto fehltscreenshots/ib-lieferantenliste.de.pngAbschnitt „Lieferantenliste" der Einstellungsseite mit der Tabelle einiger Beispiel-Lieferanten und darunter dem Formular zum Anlegen eines Lieferanten
Abschnitt „Lieferantenliste" der Einstellungsseite mit der Tabelle einiger Beispiel-Lieferanten und darunter dem Formular zum Anlegen eines Lieferanten

Lieferanten als CSV-Datei einlesen und ausgeben

Unter CSV-Import und -Export wählen Sie eine CSV-Datei aus und lesen sie mit CSV importieren ein, oder Sie laden mit CSV exportieren die ganze Liste als Datei suppliers.csv herunter.

Die Datei ist durch Kommas getrennt und beginnt mit einer Kopfzeile. Die ausgegebene Datei hat diese Spalten:

SpalteInhalt
idDie interne Kennung des Lieferanten. Steht beim Import eine bekannte id, wird dieser Lieferant überschrieben statt doppelt angelegt. Bleibt sie leer, legt das Plugin einen neuen Lieferanten an.
nameDer Name. Eine Zeile ohne Namen wird übergangen.
identifiersDie Kennungen wie im Formular, also VAT:DE123456789;GLN:4012345000009.
accountsDie Bankverbindungen wie im Formular, je Konto IBAN, BIC und Datum mit senkrechtem Strich getrennt, mehrere Konten durch Semikolon getrennt.
currencyDie übliche Währung, zum Beispiel EUR.
payment_terms_daysDas übliche Zahlungsziel in Tagen.
createdDas Datum der Anlage in der Form 2026-01-15. Bei einem schon vorhandenen Lieferanten bleibt das alte Datum stehen.
updatedDas Datum der letzten Änderung. Beim Import wird diese Spalte nicht gelesen, sondern auf den heutigen Tag gesetzt.

Die Reihenfolge der Spalten ist beim Import gleichgültig, denn das Plugin liest sie über die Kopfzeile. Fehlt der Datei eine Spalte, etwa accounts, bleibt bei einem schon vorhandenen Lieferanten der gespeicherte Wert stehen. So können Sie zum Beispiel mit einer Datei aus id, name und currency nur die Währungen nachtragen. Eine Spalte, die vorhanden, aber leer ist, leert das Feld dagegen.

Nach dem Einlesen meldet die Seite „Importierte Lieferanten: … Übersprungene Zeilen: …". Übersprungen wird jede Zeile ohne Namen. Lässt sich die Datei gar nicht lesen, erscheint „Die Datei konnte nicht gelesen werden. Bitte wählen Sie eine CSV-Datei."

Achtung: Die ausgegebene Datei enthält IBAN und BIC im Klartext, obwohl sie in der Datenbank verschlüsselt liegen. Bewahren Sie die Datei so sorgfältig auf wie einen Kontoauszug.

Bildschirmfoto fehltscreenshots/ib-csv.de.pngBereich „CSV-Import und -Export" mit Dateiauswahl, Knopf zum Einlesen und Knopf zum Ausgeben
Bereich „CSV-Import und -Export" mit Dateiauswahl, Knopf zum Einlesen und Knopf zum Ausgeben

Tipp: Geben Sie die Liste zuerst einmal aus. Die ausgegebene Datei zeigt den Aufbau, den der Import erwartet.

Auf einer Seite ausschalten

Im Kurzbefehl des Viewers schalten Sie auf einer einzelnen Seite ab, was dieser Zusatz zeigt, zum Beispiel [spev_einvoice_viewer button_spiv_inbound="no"]. Ohne Angabe bleibt alles an.

SchalterWas auf der Seite fehlt
button_spiv_inboundder Knopf „Inbound Check“ und der Knopf „Lieferantenliste“ neben „Einstellungen“; der Abschnitt im Einstellungsdialog bleibt
tab_inbound_checkder Reiter „Inbound Check“; die Markierungen an den Feldern bleiben

Ein Schalter nimmt etwas nur von dieser Seite. Wer den Zusatz überhaupt benutzen darf, legt „Verfügbar ab Rolle“ in den Einstellungen des Viewers fest. In der Viewer-App gelten dieselben Namen in config.js, etwa features: { button_spiv_inbound: false }. Nur der Wert false ohne Anführungszeichen schaltet ab.

5 · Einstellungen

Alle Einstellungen stehen auf einer Seite: eInvoice Viewer → Inbound Check. Die Seite ist nur für Administratoren sichtbar. Jeder Abschnitt hat seinen eigenen Knopf zum Speichern und wird für sich gespeichert. Unternehmen, Pflichtangaben und Lieferantenliste pflegt ein Administrator ab dem Viewer 2.37.1 auch im Einstellungsdialog auf der Seite mit dem Viewer (Kapitel 4, „Die Lieferantenliste pflegen“).

Abschnitt „Zugriff"

EinstellungStandardWirkung
Nur für angemeldete Benutzernicht angehaktNicht angehakt: Jeder Besucher der Seite mit dem Viewer kann prüfen und sieht die Befunde. Angehakt: Nur angemeldete Benutzer können prüfen; Besucher sehen den Viewer ohne den Knopf.
Bildschirmfoto fehltscreenshots/ib-einstellungen-zugriff.de.pngAbschnitt „Zugriff" der Einstellungsseite mit dem Kästchen „Nur für angemeldete Benutzer" und dem erklärenden Text darunter
Abschnitt „Zugriff" der Einstellungsseite mit dem Kästchen „Nur für angemeldete Benutzer" und dem erklärenden Text darunter

Abschnitt „Ihr Unternehmen ( Rolle „Eingang" )"

Alle Felder sind ab Werk leer.

EinstellungStandardWirkung
Name Ihres Unternehmens ( BT-44 )leerDer Name, den der Käufer auf einer eingehenden Rechnung tragen muss.
Adresszeile 1 ( BT-50 ), Adresszeile 2 ( BT-51 ), Postleitzahl ( BT-53 ), Ort ( BT-52 )leerWerden mit der Käuferanschrift verglichen.
HausnummerleerWird zusammen mit Adresszeile 1 verglichen.
Region oder Bundesland ( BT-54 )leerWird mit der Region des Käufers verglichen.
Land ( BT-55 )leerEine Auswahlliste aller Länder; das gewählte Land wird mit dem Land des Käufers verglichen.
USt-IdNr. ( BT-48 )leerWird mit der USt-IdNr. des Käufers verglichen.
Leitweg-ID oder Käuferreferenz ( BT-10 )leerWird mit der Käuferreferenz der Rechnung verglichen.
Muster der Bestellnummer ( für BT-13 )leerMuster Ihrer Bestellnummern, zum Beispiel PO-2026-#####.
Muster der Vertragsnummer ( für BT-12 )leerMuster Ihrer Vertragsnummern.

Abschnitt „Umsatzsteuerliche Pflichtangaben"

EinstellungStandardWirkung
Anzuwendende VorschriftenAutomatisch, nach dem Land des Rechnungsempfängers auf der RechnungLegt fest, nach welchem Recht die Pflichtangaben geprüft werden. Gespeichert wird mit Einstellung speichern.

Zur Wahl stehen fünf Werte:

WertBedeutung
Automatisch, nach dem Land des Rechnungsempfängers auf der RechnungBei Deutschland gelten die EU-Regeln und die deutschen Regeln, bei Österreich die EU-Regeln und die österreichischen, bei jedem anderen EU-Land nur die EU-Regeln. Liegt das Land außerhalb der EU oder fehlt es auf der Rechnung, wird nicht geprüft, und Sie erhalten einen Hinweis.
Nur MwStSystRL (Art. 226)Es gelten nur die Regeln des EU-Rechts, gleich welches Land auf der Rechnung steht.
MwStSystRL und Deutschland (§14 UStG)Es gelten die EU-Regeln und die deutschen Regeln, gleich welches Land auf der Rechnung steht.
MwStSystRL und Österreich (§11 UStG 1994)Es gelten die EU-Regeln und die österreichischen Regeln, gleich welches Land auf der Rechnung steht.
Pflichtangaben nicht prüfenDie Pflichtangaben werden nicht geprüft, und es erscheint kein Befund dazu.
Bildschirmfoto fehltscreenshots/ib-pflichtangaben.de.pngAbschnitt „Umsatzsteuerliche Pflichtangaben" der Einstellungsseite mit der aufgeklappten Auswahlliste der fünf Regelwerke
Abschnitt „Umsatzsteuerliche Pflichtangaben" der Einstellungsseite mit der aufgeklappten Auswahlliste der fünf Regelwerke

Abschnitt „Lieferantenliste"

EinstellungStandardWirkung
Nameleer, PflichtfeldDer Name des Lieferanten.
KennungenleerKennungen, getrennt durch Semikolons, jeweils als Schema und Wert mit Doppelpunkt.
KontenleerBankverbindungen, getrennt durch Semikolons, jeweils als IBAN, BIC und Datum mit senkrechtem Strich.
Übliche WährungleerDie Währung, in der der Lieferant gewöhnlich abrechnet, zum Beispiel EUR.
Übliches Zahlungsziel ( Tage )leerDas übliche Zahlungsziel in Tagen.

Beispiel für das Feld „Kennungen":

VAT:DE123456789; GLN:4012345000009

Aufbau des Feldes „Konten":

IBAN|BIC|2026-01-15

Hinweis: Ein Eintrag bei den Kennungen ohne Doppelpunkt wird beim Speichern übergangen. Für die Suche über die USt-IdNr. zählt nur die Kennung mit dem Schema VAT.

Kurzbefehle

Der Inbound Check hat keinen eigenen Kurzbefehl. Er zeigt sich allein über den Knopf in der Ergebnisansicht des Viewers. Wie Sie den Viewer in eine Seite setzen, steht im Handbuch des Viewers.

6 · Besondere Fälle

Sie wollen den Viewer öffentlich anbieten, die Prüfung aber nur im Haus. Haken Sie Nur für angemeldete Benutzer an. Der Viewer bleibt für alle benutzbar; Besucher ohne Anmeldung sehen ihn ohne den Knopf. Soll die Prüfung auf Benutzer mit einer bestimmten Berechtigung beschränkt sein, lässt sich das über den Filter spiv_capability einrichten, siehe Kapitel 10.

Sie wollen einen neuen Lieferanten nach der ersten Rechnung vollständig erfassen. Klären Sie zuerst, dass die Rechnung echt ist. Klicken Sie dann als Administrator auf Dieses Konto übernehmen. Der neue Lieferant wird mit Name und Konto angelegt. Öffnen Sie ihn danach in der Lieferantenliste und ergänzen Sie die Kennung VAT: mit seiner USt-IdNr., die übliche Währung und das Zahlungsziel. Erst mit der USt-IdNr. läuft bei der nächsten Rechnung auch die Prüfung des Lieferantenprofils.

Ihr Lieferant hat sein Konto gewechselt. Die nächste Rechnung führt zu einem roten Befund. Lassen Sie sich das Konto unter einer Telefonnummer bestätigen, die Sie schon kennen. Danach übernimmt ein Administrator das Konto mit dem Knopf im Befund.

Ihre Leistung wird in einem anderen Land besteuert als dem Land Ihrer Anschrift. Stellen Sie im Abschnitt „Umsatzsteuerliche Pflichtangaben" statt „Automatisch" das passende Regelwerk fest ein.

Ihre Bestellnummern beginnen mit einer Ziffer. Ein Muster, das mit einer Ziffer oder mit # beginnt, hat keinen festen Anfang, nach dem die Prüfung suchen könnte. Jeder Bezug gilt dann als plausibel. Aussagekräftig ist die Prüfung nur bei Mustern mit einem festen Anfang aus Buchstaben oder Zeichen, etwa PO-.

7 · Zusammenspiel mit anderen Paketen

PaketVerhältnisWas dazukommt
eInvoice Viewer for PEPPOL & EN16931VoraussetzungDer Viewer liest die Rechnung und zeigt sie an. Der Inbound Check setzt seinen Knopf in dessen Werkzeugleiste und zeigt die Befunde in dessen Ergebnisansicht.
eInvoice Viewer — Identifier Checkergänzender ZusatzPrüft, ob USt-IdNr., IBAN, BIC und GLN richtig gebildet sind. Der Inbound Check prüft dagegen, ob Kennung und Konto zu Ihren gespeicherten Daten passen.
eInvoice Inboundteilt die LieferantenlisteDas Plugin zur Eingangsprüfung im Backend liest dieselbe Lieferantenliste. Ein Lieferant, den Sie hier anlegen, ist dort ebenfalls bekannt. Ihre Unternehmensdaten liest es nicht.

Ohne den Viewer hat der Inbound Check keine eigene Oberfläche außer seiner Einstellungsseite.

8 · Wenn etwas nicht geht

AnzeichenUrsacheAbhilfe
Der Knopf „Eingangsprüfung" fehlt.Der Zusatz ist nicht aktiv, oder Nur für angemeldete Benutzer ist angehakt und Sie sind nicht angemeldet.Plugin aktivieren oder anmelden.
Der Knopf fehlt, obwohl Sie angemeldet sind.Über den Filter spiv_capability ist eine Berechtigung verlangt, die Ihr Benutzer nicht hat.Berechtigung vergeben oder den Filter anpassen.
Meldung, dass die Sicherheitsprüfung fehlgeschlagen ist.Die Seite war zu lange geöffnet oder stammt aus einem Zwischenspeicher.Seite neu laden und die Rechnung erneut öffnen.
Meldung, dass Sie das nicht dürfen, beim Übernehmen eines Kontos.Nur Administratoren dürfen ein Konto übernehmen.Einen Administrator bitten.
Der Käufer „passt", obwohl die Rechnung an eine andere Firma geht.Es sind keine Unternehmensdaten eingetragen, also wurde nichts verglichen.Name und USt-IdNr. eintragen und speichern.
Ein bekannter Lieferant wird als „erste Rechnung" gemeldet.Die USt-IdNr. in der Liste ist anders geschrieben als auf der Rechnung, das Schema heißt nicht VAT, und der Name weicht ebenfalls ab.Kennung als VAT: und genau so wie auf der Rechnung eintragen, ohne Leerzeichen.
Hinweis „noch kein Lieferantenprofil", obwohl die Bankverbindung als bekannt gilt.Der Lieferant wurde nur über den Namen gefunden. Das Profil wird nur über die USt-IdNr. geprüft.Kennung VAT: beim Lieferanten ergänzen.
Eine bekannte IBAN wird als unbekannt gemeldet, und beim Bearbeiten des Lieferanten steht im Feld „Konten" keine IBAN mehr.IBAN und BIC sind mit einem Schlüssel aus der wp-config.php verschlüsselt. Wurden diese Schlüssel geändert, etwa beim Umzug der Website, lassen sich die gespeicherten Konten nicht mehr lesen.Die Konten aus einer früher ausgegebenen CSV-Datei neu einlesen oder neu übernehmen.
„Importierte Lieferanten: … Übersprungene Zeilen: …" mit übersprungenen ZeilenDiese Zeilen hatten keinen Namen.Die Datei mit einer frisch ausgegebenen Datei vergleichen und die Zeilen ergänzen.
„Die Datei konnte nicht gelesen werden. Bitte wählen Sie eine CSV-Datei."Es wurde keine Datei gewählt, die Datei ist leer, oder sie kam nicht auf dem Server an.Die CSV-Datei erneut wählen und einlesen.
Nach dem CSV-Import fehlen bei einem Lieferanten Konten oder Kennungen.Die Datei hatte die Spalte accounts oder identifiers, aber für diesen Lieferanten leer. Eine vorhandene, leere Spalte leert das Feld.Die Spalte weglassen oder füllen und erneut einlesen.
Das Plugin lässt sich nicht aktivieren.Der eInvoice Viewer fehlt oder ist nicht aktiv.Zuerst den Viewer installieren und aktivieren.

9 · Datenschutz und Sicherheit

Was im Browser bleibt. Die Rechnungsdatei selbst. Der Viewer liest sie im Browser; der Inbound Check lädt sie nicht hoch.

Was an den Server geht. Die Prüfung selbst läuft im Browser. Beim Klick auf „Eingangsprüfung" schickt der Browser nur die Angaben, an denen der Lieferant zu erkennen ist, an den Server Ihrer eigenen WordPress-Website: Name, GLN, USt-IdNr. und Steuernummer des Verkäufers, Land, Postleitzahl und Ort seiner Anschrift und die IBAN der Rechnung. Der Server antwortet mit Ihren Unternehmensdaten und mit dem passenden Eintrag der Lieferantenliste; die übrigen Rechnungsdaten bekommt er nicht. Beim Klick auf „Dieses Konto übernehmen" gehen der Name des Lieferanten, seine Kennungen und Anschrift, die IBAN und die BIC an denselben Server, der sie in die Lieferantenliste schreibt. Öffnet ein Administrator den Einstellungsdialog auf der Seite mit dem Viewer, lädt der Browser Ihre Unternehmensdaten und die Lieferantenliste samt Bankverbindungen von Ihrer Website, und Speichern schickt sie dorthin zurück; andere Besucher bekommen davon nichts.

Was nicht geschieht. Es wird kein fremder Dienst aufgerufen. Die Angaben zur Suche des Lieferanten werden nach der Antwort verworfen und nicht gespeichert.

Was gespeichert wird. In der WordPress-Datenbank Ihrer Website liegen die Zugriffseinstellung, die Einstellung zu den Pflichtangaben, Ihre Unternehmensdaten und die Lieferantenliste mit Namen, Kennungen, Bankverbindungen, üblicher Währung und üblichem Zahlungsziel. IBAN und BIC der Lieferanten liegen verschlüsselt in der Datenbank; der Schlüssel wird aus den Sicherheitsschlüsseln in der wp-config.php gebildet. Die CSV-Datei, die Sie ausgeben, enthält sie dagegen im Klartext. Beim Löschen des Plugins bleibt alles in der Datenbank stehen (siehe Kapitel 2).

Was Benutzer der Prüfung sehen. Die Befunde können Ihren Firmennamen, Ihre Muster für Bezüge sowie Namen, übliche Währungen und Zahlungsziele Ihrer Lieferanten nennen. Ohne die Einschränkung auf angemeldete Benutzer sieht das jeder, der auf Ihrer Seite eine Rechnung öffnet und prüft.

Wie geschützt wird. Einstellungsseite, Import, Export und das Übernehmen eines Kontos sind Administratoren vorbehalten. Jede Anfrage trägt ein Sicherheitskennzeichen, das der Server prüft.

In der Viewer-App. Dort läuft die Prüfung ganz im Browser. Ihre Unternehmensdaten und die Lieferantenliste liegen im Speicher dieses Browsers, und kein Server bekommt sie zu sehen. Die Sicherungsdatei des Einstellungsdialogs enthält sie samt Bankverbindungen im Klartext; bewahren Sie sie auf wie einen Kontoauszug.

10 · Für Entwickler

ArtNameBedeutung
Filterspiv_capabilityGibt die Berechtigung zurück, die ein angemeldeter Benutzer für die Prüfung braucht. Standard ist die leere Zeichenkette, also jeder angemeldete Benutzer. Der Filter wird nur gefragt, wenn „Nur für angemeldete Benutzer" angehakt ist, und er kann die Prüfung nie für nicht angemeldete Besucher öffnen.
Optionspiv_logged_in_only1 oder 0; fehlt die Option, gilt 0.
Optionspiv_mandatory_rulesauto, eu, de, at oder off; fehlt die Option oder steht ein anderer Wert darin, gilt auto.
Optioneinvoice_masterdataIhre Unternehmensdaten, gemeinsam mit anderen Paketen der Reihe, die Stammdaten lesen.
Optioneinvoice_masterdata_suppliersDie Lieferantenliste; IBAN und BIC verschlüsselt. Das Plugin „eInvoice Inbound" liest dieselbe Option.
Optioneinvoice_masterdata_supplier_sitesDer Standort je Lieferant: Land, Postleitzahl und Ort.
REST-Routeeinvoice-viewer/v1/settings/inbound-checkDer Abschnitt des Einstellungsdialogs; lesen und schreiben dürfen nur Administratoren. Die Route gehört dem Viewer und liest und schreibt über dieses Plugin dieselben Optionen wie die Einstellungsseite.
AJAX-Aktionspiv_nonceLiefert ein frisches Sicherheitskennzeichen, damit auch eine zwischengespeicherte Seite funktioniert.
AJAX-Aktionspiv_checkNimmt das Rechnungsmodell des Viewers als JSON im Feld model entgegen und liefert die Liste checks.
AJAX-Aktionspiv_adoptÜbernimmt ein Konto; verlangt die Berechtigung manage_options. Felder: supplier_id, name, iban, bic.
KonstanteSPIV_VERSIONFassung des Plugins, hier 1.2.1.
KonstantenSPIV_FILE, SPIV_DIR, SPIV_URLHauptdatei, Ordner und Adresse des Plugins.
KlasseSPIV_PluginWird nur für Benutzer geladen, die prüfen dürfen. Der Viewer zeigt den Knopf genau dann, wenn diese Klasse vorhanden ist.
Textdomaineinvoice-viewer-inbound-checkÜbersetzungen liegen im Ordner /languages.

Der Filter muss vor dem Hook init mit Priorität 1 angemeldet sein, also in einem Plugin oder in der functions.php des Themes, nicht in einem eigenen init-Rückruf:

add_filter( 'spiv_capability', function () {
	return 'edit_posts';
} );

Ist der Zugriff gesperrt, antworten die drei AJAX-Aktionen mit 401 (nicht angemeldet) oder 403 (keine Berechtigung).

Jeder Befund ist ein Feld mit code, level (fatal, warning, info, ok), title, explanation und meist bt. Befunde, die sich übernehmen lassen, tragen zusätzlich adoptable, supplier_id, iban und bic. Die Kennungen der Befunde lauten: buyer-identity-mismatch, buyer-address-mismatch, buyer-identity-ok, bank-account-missing, bank-account-first-seen, bank-account-known, bank-account-unknown, payee-is-seller, payee-differs-from-seller, purchase-order-reference-… und contract-reference-… (jeweils mit -no-pattern, -missing, -ok, -implausible), supplier-profile-none, supplier-currency-unusual, supplier-due-date-unusual, supplier-country-unusual und supplier-profile-ok. Die Prüfung der Pflichtangaben liefert mandatory-complete, mandatory-scope für eine ausgelassene Prüfung und je fehlender Angabe mandatory- mit der Regelnummer in Kleinbuchstaben, etwa mandatory-eu-05c oder mandatory-de-01.

11 · Fassungen

FassungÄnderung
1.5.0Ein Fehler oder eine Warnung steht am Feld als ganze Karte aus der Befundliste. Im Plugin pflegt ein Administrator Unternehmen, Pflichtangaben und Lieferantenliste auch im Einstellungsdialog des Viewers, und neben „Einstellungen“ steht der Knopf „Lieferantenliste“; in der App ebenso.
1.4.0Rote Befunde und Warnungen stehen auch am betroffenen Feld der Rechnung. Hausnummer, Region und Leitweg-ID gehen in die Prüfung ein, das Land wird aus einer Liste gewählt, und die Befundliste sieht aus wie der Bericht der Validatoren. In der App hat die Lieferantenliste ein eigenes Fenster.
1.3.0Die Prüfung läuft im Browser, und es gibt einen Zusatz für die Viewer-App. Die Befunde sehen aus wie die Berichte der Validatoren.
1.2.1Die mitgelieferten Übersetzungen erscheinen jetzt auch bei netzwerkweiter Aktivierung und unter älteren WordPress-Fassungen.
1.2.0Neue Einstellung „Nur für angemeldete Benutzer"; ab Werk ist sie aus. Neu: Prüfung der umsatzsteuerlichen Pflichtangaben nach EU-Recht und je nach Land des Empfängers nach deutschem oder österreichischem Umsatzsteuergesetz.
1.1.1 – 1.1.4Wartungsfassungen; die Einstellungsseite heißt seit 1.1.3 „E-Rechnungs-Eingangsprüfung", und das Plugin ist deutsch und englisch.
1.1.0Die Prüfung lädt die Rechnung nicht mehr ein zweites Mal hoch; sie benutzt die Rechnungsdaten, die der Viewer schon gelesen hat.
1.0.0Erste Fassung: Knopf „Eingangsprüfung" mit den Prüfungen von Käufer, Bankverbindung, Zahlungsempfänger, Bezügen und Lieferantenprofil, Einstellungsseite und Knopf zum Übernehmen einer Bankverbindung.

12 · Bilderliste

Diese Liste zeigt, welche Bildschirmfotos dieses Handbuch erwartet und welche im Ordner screenshots/ des Pakets gefunden wurden. Ein Bild heißt immer Kennung.Sprache.png, zum Beispiel ib-befunde.de.png. Fehlt die deutsche Fassung, zeigt das Handbuch die englische. Auf den Bildern sind nur Beispieldaten zu sehen.

StandDateiWas zu sehen ist
–ib-befunde.de.pngErgebnisansicht des Viewers mit einer geöffneten Beispielrechnung; darunter die Liste der Befunde der Eingangsprüfung mit Überschrift, Erklärung und farblicher Kennzeichnung
–ib-einstellungen-unternehmen.de.pngEinstellungsseite „E-Rechnungs-Eingangsprüfung" mit dem Abschnitt „Ihr Unternehmen ( Rolle „Eingang" )" und den ausgefüllten Feldern eines Beispielunternehmens
–ib-knopf.de.pngWerkzeugleiste der Ergebnisansicht des Viewers mit dem hervorgehobenen Knopf „Eingangsprüfung"
–ib-konto-unbekannt.de.pngRoter Befund „unbekannte Bankverbindung bei einem bekannten Lieferanten" mit Erklärungstext und dem Knopf „Dieses Konto übernehmen"
–ib-lieferantenliste.de.pngAbschnitt „Lieferantenliste" der Einstellungsseite mit der Tabelle einiger Beispiel-Lieferanten und darunter dem Formular zum Anlegen eines Lieferanten
–ib-csv.de.pngBereich „CSV-Import und -Export" mit Dateiauswahl, Knopf zum Einlesen und Knopf zum Ausgeben
–ib-einstellungen-zugriff.de.pngAbschnitt „Zugriff" der Einstellungsseite mit dem Kästchen „Nur für angemeldete Benutzer" und dem erklärenden Text darunter
–ib-pflichtangaben.de.pngAbschnitt „Umsatzsteuerliche Pflichtangaben" der Einstellungsseite mit der aufgeklappten Auswahlliste der fünf Regelwerke